Psychologische Kinderambulanz

Die Psychologische Kinderambulanz bietet seit vielen Jahren Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Hilfe und Unterstützung bei unterschiedlichen Problemen an. Die in der Psychologischen Kinderambulanz angebotene Hilfe besteht in der genauen Untersuchung und Beschreibung der Probleme (Diagnostik) sowie in der Durchführung angemessener Behandlungen (Beratung und Therapie).


Behandlungskonzept
Kinder und Jugendliche sind, noch mehr als Erwachsene, eingebettet in ihr soziales Umfeld, das sich im wesentlichen aus der Familie, den Gleichaltrigen, der Schule und, im Falle einer Behandlung, aus einem oder mehreren Therapeuten zusammensetzt.

Die Probleme von Kindern und Jugendlichen können häufig auf verschiedenen Ebenen beschrieben werden, und zwar

  • als emotionale Störung,
  • als soziale Probleme und
  • sonstige Störungen.

In jedem Bereich sind die besonderen Stärken und Fähigkeiten des Kindes zu berücksichtigen.

Im Einzelfall ist nach einer genauen Diagnostik zu prüfen, welche Behandlungsschritte, in welcher Reihenfolge am sinnvollsten für die Betroffenen sind. Hierbei können sich unterschiedliche Maßnahmen (z.B.: Verhaltenstraining, Beratung der Angehörigen, Psychotherapie etc.) ergänzen. Auch das Umfeld der Kinder und Jugendlichen (Schule, Freunde, Familie) wird bei der Behandlung berücksichtigt.

Im Sinne des Kindes wird das Prinzip verfolgt:
So wenig Behandlung wie möglich und so viel wie notwendig.

Um diesem Prinzip treu zu bleiben, wird ein Vorgespräch, eine der Fragestellung angemessene Untersuchung und ggf. eine angemessene Therapie angeboten.

Das Vorgespräch
Für jeden Patienten erfolgt ein ausführliches Vorgespräch. Der Therapeut informiert sich über die auftretenden Probleme und den bisherigen Lebensweg des Patienten und seiner Familie. Nach dem Vorgespräch wird mit den Eltern und dem Kind über das weitere Vorgehen entschieden.

Die diagnostische Untersuchung
Nach dem Vorgespräch erfolgt eine diagnostische Untersuchung, deren Umfang zwischen zwei bis sechs Stunden liegt. In dieser Untersuchung werden Gespräche geführt, Testverfahren angewendet (z.B. Intelligenz-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnistests), Fragebögen bearbeitet und Verhaltensbeobachtungen durchgeführt. Nach der Untersuchung erfolgt erneut ein ausführliches Gespräch, in dem der Therapeut die Untersuchungsergebnisse erläutert.

Die Therapie
Nach der Untersuchung beginnt zeitnah die empfohlene Therapie. Die Kinderambulanz therapiert schrittweise. Ziel der jeweiligen Maßnahme ist dabei in der Regel die Behandlung der grundlegendsten oder schwerwiegendsten Beeinträchtigung. Es hat sich gezeigt, dass häufig nach der Behandlung der Grundstörung auch Folgeprobleme ausbleiben. Nach jedem Therapieschritt erfolgt eine Überprüfung, so fällt die Therapiedauer nie länger als notwendig aus.
In die Therapie werden neben den Kindern auch die Eltern/Erzieher und Lehrer mit einbezogen. Die Kinderambulanz legt dabei großen Wert auf Kooperation, die auch andere Behandler und Einrichtungen, wie z.B. niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Erziehungsberatungsstellen umfasst.


Kostenübernahme:
Die Kostenübernahme kann in Einzelfällen über das Jugendamt oder die Krankenkasse beantragt werden. In den überwiegenden Fällen handelt es sich bei den Leistungen der Psychologischen Kinderambulanz jedoch um Privatleistungen.