Doktorandenkolleg: Klinische Psychologe (2006 - 2011)

Studienprogramm des Kollegs

Nachdem vor allem in der Anfangsphase des Kollegs einige personelle Veränderungen stattfanden, im Zuge derer einige freie Stellen später neu besetzt wurden, wiesen die StipendiatInnen nicht zu jedem Zeitpunkt den gleichen Wissens- und Forschungsstand auf. Die Studienangebote wurden daher in einem flexiblen Baukastensystem angeboten, indem zum Teil verbindliche, aber auch individuell zugeschnittene Pflicht- oder Wahlveranstaltungen angeboten wurden. Auch die inhaltlicheAusgestaltung der einzelnen Fragestellungen veränderte sich durch die Rückmeldungen
der StipendiatInnen sowie durch aktuelle Anforderungen der Forschungsvorhaben im Laufe der Zeit. Es konnten alle StipendiatInnen des Kollegs ihre Forschungsprojekte erfolgreich abschließen und ihre Dissertationen fertig stellen. Die Promotionsverfahren sind bis auf eine Ausnahme abgeschlossen. Auch die Kollegkoordinatorin Frau Prof. Dr. Ute Koglin wurde Ende 2011 im FB 11 habilitiert.

Die StipendiatInnen wurden nach der inhaltlichen Ausrichtung ihrer Arbeit verschiedenen Arbeitsgruppen des ZKPR zugeordnet. Dadurch wurde gewährleistet, dass ein regelmäßiger und intensiver Austausch zwischen Wissenschaftlern mit ähnlichen Fragestellungen stattfand. Die Arbeitsgruppen wurden angeleitet durch

  • Gruppe A: Frau Prof. Dr. Ulrike Petermann: Klinische Kinderpsychologie
  • Gruppe B: Frau PD Dr. Monika Daseking: Testentwicklung
  • Gruppe C: Frau Dr. Ute Koglin: Prävention und Verhaltenstrainings

Die Doktoranden nahmen an Methoden- und Statistikfortbildungen von Herrn Prof. Dr. H.-C. Waldmann teil, die sie befähigen, selbstständig und korrekt mit Daten umzugehen; dazu gehörten die Themen Datenkodierung, Datenbanken, Umgang mit Missing Values in Datensätzen sowie explorative Datenanalyse mit SPSS. Damit wurden Grundalgen abgedeckt, die notwendige Voraussetzung für die Datenaufbereitung und erste Auswertungen sind und die Datenqualität entscheidend beeinflussen. Individuell wurde für drei StipendiatInnen die Gelegenheit zur praktischen Tätigkeit unter Anleitung und Hospitation in kooperierenden Einrichtungen ermöglicht. Zudem wurden die StipendiatInnen dabei unterstützt, Publikationen anzufertigen. Dazu wurden sie in Publikationen der Lehrstuhlinhaber einbezogen oder es wurden erste Publikationen zum Dissertationsthema angefertigt. Es fand ein individuelles Coaching durch Prof. Dr. Franz Petermann statt. Es wurde zudem eine Vernetzung der Forschungsschwerpunkte der StipendiatInnen mit dem Diplomstudiengang Psychologie angestrebt. Dazu wurden Studenten aus dem Hauptstudium eingebunden, die auf diese Weise die Möglichkeit bekamen, ihre Diplomarbeiten durch die Bearbeitung aktueller Fragestellungen zu verfassen. Die Diplomarbeiten wurden von den StipendiatInnen in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Arbeitsgruppenleitern betreut.