Depression im Jugendalter

Leitung
Prof. Dr. Franz Petermann

MitarbeiterInnen
Dipl.-Psych. Angelika Kullik
Dr. Julia Jaščenoka
Dipl.-Psych. Karin Rachuy
PD Dr. Falk Hoffmann, Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen
PD Dr. med. Christian J. Bachmann, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Gießen und Marburg

Kooperationspartner
Prof. Dr. Gerd Glaeske, Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen
Prof. Dr. Cecilia A. Essau, Centre for Applied Research and Assessment in Child and Adolescent Wellbeing (CARACAW), Roehampton University Whitelands
Prof. Dr. Ute Koglin, Universität Bremen

Zeitraum
01.07.2011 - 30.06.2012

Finanzierung
Stiftungsmittel

Zusammenfassung
Bereits vor einigen Jahren konnte die Bremer Jugendstudie bedeutsame Prävalenzzahlen psychischer Störungen aufzeigen (Essau, Karpinski, Petermann & Conradt, 1998). Derzeit mangelt es an Studien, die aktuelle Daten zur Verbreitung psychischer Störungen und deren Behandlung bei Jugendlichen liefern. Die vorliegende Untersuchung untergliederte sich in zwei Teile. In Teil 1 wurden mit 333 Schülerinnen und Schülern zwischen 12 und 17 Jahren aus der Stadt Bremen vollstandardisierte, klinische Interviews zur Messung von Lebenszeitprävalenzen psychischer Störungen durchgeführt. Ferner wurden anhand eines Fragebogenkatalogs umfassende Angaben zu psychischen Belastungen der Jugendlichen erhoben. Die ersten Ergebnisse zeigten, dass insgesamt 108 Jugendliche (32.4%) die Diagnosekriterien einer psychischen Störung erfüllten. 44 Jugendliche (13.2%) wiesen eine Affektiven Störungen auf. Diese Ergebnisse entsprechen Prävalenzschätzungen früherer Studien und betonen die Notwendigkeit einer frühzeitigen Prävention und Intervention. In Teil 2 wurden die Routinedaten der Gmünder ErsatzKasse (GEK) von Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren aus dem Jahr 2009 bezüglich der Häufigkeit und Behandlung depressiver Störungen analysiert. Von 140563 erfassten Jugendlichen wiesen 4295 Jugendliche (3.1%) 2009 mindestens eine Diagnose einer depressiven Störung auf. 11.6% der Betroffenen erhielten Antidepressiva, 69.2% der betroffenen Jugendlichen eine Psychotherapie. Derartige Zahlen liefern wichtige Implikationen für zukünftige Medikation und Behandlungsansätze bei Depressionen im Jugendalter.

Volltext (PDF)
Depression im Jugendalter. Forschungsbericht 2005-2012.