Veranstaltungsangebote am 11./12.03.2017

Kurs 1: Training mit aggressiven Kindern

Leitung: Prof. Dr. Franz Petermann

Massiv aggressives Verhalten zeigen ca. fünf Prozent der Jungen und ein bis zwei Prozent der Mädchen. Leichte Formen aggressiven Verhaltens treten in einem Vielfachen des oben genannten Ausmaßes auf. Schon Kindergartenkinder sind heute betroffen. Der Kurs vermittelt diagnostische Kriterien aggressiven Verhaltens bei Kindern und zeigt die Entwicklungslinien auf. Mögliche Erklärungsansätze zur Entwicklung und Begünstigung aggressiven Verhaltens werden verdeutlicht.
Die Förderung aggressiver Kinder erfolgt im Einzel- sowie im Gruppenkontakt. Ein zielgerichtetes, strukturiertes und materialgeleitetes Vorgehen ist für ein erfolgreiches Arbeiten von großer Bedeutung. Die Förderung der sozialen Wahrnehmung, das Erlernen von Ruhe und Entspannung sowie die Einübung von Verhalten in Rollenspielen sind ebenso bedeutsam wie der Aufbau von Einfühlungsvermögen, angemessener Selbstbehauptungsfähigkeit, Selbstbeobachtungs- und Selbstmanagementfähigkeiten. Auf die gleichrangige Elternarbeit wird verwiesen, jedoch nicht eingegangen. Videos zum therapeutischen Vorgehen und Fallbeispiele verdeutlichen die konkrete Arbeit.

Literatur:

Petermann, F. & Petermann, U. (2012). Training mit aggressiven Kindern (13., veränd. Aufl.). Weinheim: Beltz.